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07.07.2018 - zum zehnten Mal


Ein kleines Jubiläum


2018-07-07 VFSO 10 Jahre ein kleines Jubiläum


Der Anfang


Was in einem kleinen Kreis begann, entwickelte sich zu einem vielbeachteten Sportanlaß in unserer Region – und sogar darüber hinaus.

2008 unterbreitete Ivano Brunoni einigen Kollegen seine Idee, in der Fraumatt bei seinem Wohnhaus ein Schwingfest für Buben und Jugendliche anzubieten. Im kleinen Kreis wurde der Vorschlag diskutiert und geprüft. Bald war die Meinung gefestigt: Doch, das versuchen wir im 2009. Recht unkompliziert und ohne feste Form bildete man ein OK und ging ans Werk. Als "Fraumatt-Plausch-Schwinget" ging am 22. August 2009 zum ersten Mal ein Schwingfest für Jungschwinger durchs Sägemehl. Es wurde in drei Altersklassen um den Sieg geschwungen. Einige Jungschwingernamen, die damals an der Spitze der Rangliste standen, finden wir heute in den Listen der Kranzschwinger, insbesondere Roger Erb und Remo Kocher, die im Schlußgang einen "Gschtellte" ablieferten und mit gleicher Punktzahl gemeinsam Festsieger waren. Die Stimmung war gut und das noch spärliche Publikum förmlich begeistert. Die Erwartungen auf eine weitere Ausgabe waren geweckt.

Das OK war motiviert weiterzumachen. Es stellten sich aber gleich einige Fragen. Von vielen Seiten wurde beispielsweise angeregt, das Schwingfest auch für Aktive zu öffnen. Die Bezeichnung "Plauschschwinget" war dafür nicht besonders geeignet. Zudem verlangte eine längerfristige Planung eine festere Struktur, weshalb man als Trägerschaft den Verein Fraumatt-Schwinget Oberwil gründete.

In diesen neuen Ausrichtungen packte man das zweite Fraumatt-Schwinget an und konnte es bei mißlichem Wetter am 28. August 2010 durchführen. Festsieger wurde – nun in der Kategorie der Aktiven – Roger Erb vom Schwingklub Oberwil.

Über alle Kategorien betrachtet, standen am 6. August 2011 bereits über 60 Schwinger im Einsatz. Im Schlußgang begegneten sich zwei Schwingerkameraden aus dem Schwingclub Binningen. Michael Gschwind und Andreas Henzer beendeten das Schwingfest mit einem "Gschtellte", was dann Michi Gschwind für den Festsieg am dritten Fraumatt-Schwinget reichte.

Der Gabentempel, der schon vom zweiten Fest weg recht beachtlich war, hat wohl als Magnet gewirkt. Aber es begann sich auch herumzusprechen, daß das ein guter Schwinganlaß mit großem Publikumszuspruch ist. Das war der Hintergrund des vierten Fraumatt-Schwinget, das am 18. August 2012 bei richtigem Hochsommerwetter stattfand. Wie schon in den Vorjahren fand am Vorabend des sportlichen Teils ein Abend in volkstümlichem Ambiente mit feinen Sachen aus der Küche statt. Für den Vorabendanlaß und die gastronomischen Leistungen waren jeweils die Oberwyler Räppli, eine bekannte Fasnachtsclique, verantwortlich. Auch sportlich war das 2012er-Fest ein neuer Spitzenanlaß. Das Schwingfest mit 30 Aktivschwingern und 70 Jungschwingern verlief sportlich anspruchsvoll. Festsieger wurde erneut Michael Gschwind aus Hofstetten.



Die Entwicklung


Auch der Basellandschaftliche Kantonal-Schwingerverband (BLKSV) wurde auf die Fraumatt-Schwinget aufmerksam. Obwohl es spürbar eine gewisse Zögerlichkeit gegenüber einem Nicht-Schwingklub gab, fragten sie den Verein Fraumatt-Schwinget Oberwil an, ob er gewillt wäre, im 2013 den Basellandschaftlichen Jungschwingertag auszurichten. Das OK brauchte nicht lange und erklärte seine Bereitschaft, aus Anlaß des fünften Fraumatt-Schwinget den Jungschwingertag zu übernehmen. Daraus wurde ein Doppelanlaß, an dem am Samstag, dem 15. Juni 2013 im Sägemehl um die Zweige im Jungschwingertag gekämpft wurde. Und am Sonntag, dem 16. Juni stand dann das Fraumatt-Schwinget auf dem Programm. Zugegeben, das erste schöne Sommerwetter trug viel dazu bei, weil die Leute endlich wieder einmal draußen sein wollten. Das beförderte sicher den Besucheraufmarsch, aber zur Hauptsache war es das riesengroße Interesse am Schwingsport. Beim Jungschwingertag brillierten vor allem die Aargauer, doch in der Kategorie der Zweitältesten trug Janic Voggensperger, Schönenbuch, den Sieg davon. Am andern Tag glänzten bei den Jungschwingern die Sportler aus den andern Kantonalverbänden. Doch bei den Aktivschwingern ging der Festsieg an den Baselbieter Christophe Löw, Schwingklub Liestal.

In seinem Rückblick zum sechsten Fraumatt-Schwinget vom 23. August 2014 erfreute sich das OK über die große Beteiligung an Schwingern aus den Nordwestschweizer Kantonalverbänden und den Gästen aus Oberägeri und dem bernischen Seeland. Über 150 Aktiv- und Jungschwinger waren im Einsatz und erlebten einen großen Publikumsaufmarsch mit rund 1'400 Besucherinnen und Besuchern. Diesmal ging der Festsieg an einen Gastschwinger, nämlich an Adrian Meuter von Schwingklub Biel/Seeland.

Am siebten Fraumatt-Schwinget stiegen wir in höhere Sphären. Mit Bruno Gisler war der Festsieger des Nordwestschweizerischen und mit Patrick Räbmatter der Festsieger des 100. Basellandschaftlichen Kantonalschwingfestes auf dem Platz. Dennoch kam es ein bißchen anders, und im Schlußgang standen sich der einheimische Christian Brand, Schwingklub Oberwil, und Gisler gegenüber. Nicht ganz verwunderlich war, daß der topgesetzte Gisler als erster teilnehmender "Eidgenosse" im Schlußgang seinen Gegner Christian Brand in Rekordzeit mit einem sehenswerten Kniestich ins Sägemehl ablegte.

Am achten Fraumatt-Schwinget schien alles aus den Fugen zu gehen. Hauptgrund dafür war eine außerordentliche Schwingerpersönlichkeit. Christian Stucki, dr Chrigu, nutzte unser Schwingfest nach langer Verletzungspause für einen Test vor dem "Eidgenössischen" in Estavayer-le-Lac. Das zog sogar in der ganzen Deutschschweiz das Interesse an unserem Fraumatt-Schwinget auf sich. 2'500 Besucherinnen und Besuchern wollten sich den Anlaß in der Fraumatt nicht entgehen lassen. Im Schlußgang durfte sich unser einheimischer Roger Erb, Festsieger am Basellandschaftlichen Kantonalschwingfest, den berühmten Chrigu vornehmen – eine Chance, die nicht alle Tage vorbeikommt. Doch der souveräne Stucki entschied das Duell nach knapp zwei Minuten mit Fußstich für sich.

War das nun nur ein Stucki-Hoch im 2016? Das war die Frage für das OK. Doch das neunte Fraumatt-Schwinget wurde zu einer erfreulichen Bestätigung für die Verankerung des Anlasses bei Sportlern und beim Publikum. Das Schwingfest, das am 19. August 2017 durch das Sägemehl ging, erfreute sich mit insgesamt 176 Sportlern einer Höchstzahl an Teilnehmern. Rund 2'000 Zuschauerinnen und Zuschauer säumten die Ringe und genossen die festliche Stimmung und das

feine kulinarische Angebot. Da sich die Gegner im Schlußgang, die beiden "Eidgenossen" Christoph Bieri und Philipp Roth, neutralisierten, konnte der Gast Marcel Bieri aus dem Ägerital den Festsieg erben. Der seit einigen Jahren ausgerichtete Schönschwingerpreis blieb hingegen im Leimental und ging verdienterweise an den Ettinger Samuel Brun.

Kommen Sie am 18. August 2018 in die Fraumatt und erleben Sie mit uns das 10. Kapitel der Fraumatt-Schwinget-Geschichte.

Rudolf Mohler

2018-07-07 VFSO 10 Jahre ein kleines Jubiläum





Trotz bescheidener Besucherkulisse gaben die jungen Schwinger am ersten Fraumatt-Schwinget 2009 alles.


Vor dem gestrengen Auge des Kampfrichters geht es in den Schlußgang des vierten Fraumatt-Schwinget 2012, den Michael Gschwind (im Schwingerhemd) gewinnt.


Die fünf Kategoriensieger des kantonalen Jungschwingertages 2013 genießen ihren Erfolg zusammen mit dem damaligen Baselbieter Sportminister Regierungsrat Urs Wüthrich.


Am 8. Fraumatt-Schwinget 2016 vermag Roger Erb im Schlußgang den "Chrigu" prächtig zu ziehen, doch für den Festsieg reichte es dann doch nicht.


2018-07-07 VFSO 10 Jahre ein kleines Jubiläum

31.05.2018 - Fünf Lebendpreise


Zum ersten Mal können wir an einem Fraumatt-Schwinget fünf Lebendpreise für die Wettkämpfer im Gabentempel anbieten.
Für die Aktivschwinger stehen ein größeres und ein kleineres Rind, ein Kalb und ein Schaf auf der Gabenliste. Der fünfte Lebendpreis, ebenfalls ein Schaf, steht für den Sieger in der ältesten Kategorie bei den Jungschwingern bereit.